20.04.2010
Zinzendorfschulen und Feintechnikschule planen Kooperation
Erstes Kennenlernen in Königsfeld in entspannter Atmosphäre
Erfahrungsaustausch und das Knüpfen neuer Netzwerke stand bei einem Treffen der Staatlichen Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium Schwenningen und den Zinzendorfschulen in Königsfeld auf der Tagesordnung. Die Schwenninger Schulleiterin Dr. Annemarie Conradt-Mach kam in Begleitung ihres Stellvertreters sowie der Abteilungsleiter des Technischen Gymnasiums und der Berufsfachschule zu einem ersten Gespräch nach Königsfeld. Im historischen Zinzendorfzimmer wurde sie vom geschäftsführenden Schulleiter der Zinzendorfschulen, Br. Wittmann, dem Schulpfarrer Br. Fischer und der Lehrerin Sr. Jerke bei Kaffee und Kuchen begrüßt.
Dr. Annemarie Conradt-Mach wollte vor allem wissen, woher die beinahe legendäre Sozialkompetenz der Zinzendorfschüler kommt. „Wenn ich beispielsweise Schüler frage, weshalb sie täglich einen Schulweg von 50 Kilometern auf sich nehmen, so bekomme ich zur Antwort, dass es der partnerschaftliche Umgang ist, der sie hierher zieht und das Gefühl, dass sie hier ernst genommen werden“, erklärte Br. Fischer. Die neuen Schüler würden beispielsweise zu Beginn eines jeden Schuljahres immer wieder darauf hingewiesen, dass es hier üblich sei, sich zu grüßen. „Nach ein paar Wochen ist das kein Thema mehr“, so der Schulpfarrer.
Auch sei das Engagement der Lehrer nicht zu unterschätzen, sagte Br. Wittmann. „Manche muss ich schon bremsen, wenn sie neben ihrem eigenen vollen Deputat und den Vertretungen für die Kollegen noch eine AG anbieten wollen.“
Der Informatiklehrer und TG-Abteilungsleiter Marc Fehrenbacher von der Schwenninger Feintechnikschule stellte fest, dass sich die erwachsenen Schüler einer Klasse meistens in den ersten Wochen so wenig kennenlernen, dass sie nicht einmal einen von ihnen als Klassensprecher wählen möchten.
An den Zinzendorfschulen wird dieses Problem durch regelmäßige Besinnungstage angegangen. Drei Tage lang gehen die Klassen der beruflichen Schulen in eine Herberge im Hirzwald, wo sie gemeinsam kochen, diskutieren, wandern und sich mit spirituellen Themen auseinander setzen. „An dem Punkt wäre es sinnvoll, die Kräfte zu bündeln und zu kooperieren“, schlug Br. Wittmann vor. Seine Schwenninger Kollegin war nicht abgeneigt, bei einem Gegenbesuch nach den Pfingstferien wird mehr ins Detail gegangen.


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